240,00

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Details:
1,5 Tage
Kursort: 59510 Lippetal (Oestinghausen)
max. 8 Teilnehmer

Was muss man beachten wenn man mit Dinkelmehl backen möchte?
Dinkelmehlteige sollten mit besonderer Fürsorge zubereitet werden. Dinkel besitzt eine empfindliche Kleberstruktur, die nur zu leicht überstrapaziert und “überknetet” werden kann.

Kann man in Rezepten Weizenmehl einfach durch Dinkelmehl austauschen?
Ja! Aber: Dinkel im allgemeinen und insbesondere die Ur-Dinkelsorten (z.B. Oberkulmer, Franckenkorn, etc.), haben besondere Backeigenschaften, die sich vom Weizen unterscheiden. Diese Eigenheiten muss man kennen und verstehen lernen.

Wie verhindert man das typische “trockenbacken” bei Dinkelrezepten für Brot, Brötchen und Süßgebäcken und erhöht auf natürliche Weise die Haltbarkeit und Frischhaltung?
Diese und noch viel mehr Fragen rund um den Dinkel beantworten wir in unserem Kurs!

Mit Bäckermeister Thomas Müller (Dinkel Bäckerei Truernit Neheim) backen wir:

  • Dinkel Hefezopf
  • Dinkel Mischbrot
  • Dinkel-Kartoffelkrüstchen (Brötchen)
  • Dinkel-Vollkornbrot
  • Dinkel “Suppentassen” für das gemeinsame Mittagessen mit herzhaften Neheimer Kartoffeleintopf
    • (wenn Sie eine vegetarische Alternative wünschen, geben Sie dies bitte bei der Buchung im Notizfeld an)

Das bekannte Brotfee-Prinzip: “Hände in den Teig” gilt selbstverständlich auch in diesem Kurs!
Der Kurse richten sich an Anfänger/innen und Fortgeschrittene, die ihr Wissen auffrischen und vertiefen möchten.
Alle Teilnehmer:innen arbeiten aktiv mit, wir lernen wie Dinkelteige geknetet und geformt werden, gehen intensiv auf die Backeigenschaften des Dinkels ein und sprechen auch über die gesundheitlichen Vorteile.
Wir backen in normalen Haushaltsöfen und verwenden keinerlei synthetische Zusatzstoffe, alle Rezepte können somit auch zu Hause nachgebacken werden.
Wir arbeiten mit den Bio-Dinkelmehlen der regional ansässigen Biomühle Eiling aus Sichtigvor.

Für Getränke und Verpflegung ist vor Ort gesorgt.
Am Ende des Kurses kann jede/r Teilnehmer/in die Backwaren auch mit nach Hause nehmen.

Bitte mitbringen: Dose mit Deckel (oder Schraubglas) für den Sauerteigansatz, Korb oder Stoffbeutel für die Backwaren. Eine Schürze wird leihweise gestellt.

Start am Freitag 16 Uhr bis ca. 20/21 Uhr (inkl. Abendessen)
Start am Samstag 9 Uhr bis ca. 15/16 Uhr (inkl. Mittagessen)

Hier finden Sie alle Infos zur Anfahrt und Übernachtungsmöglichkeiten

 

Was gibt es noch über Dinkel zu wissen?

Ist Dinkel ein echtes Superfood?

In den letzten Jahren hat die Auswahl an Dinkelgebäck in den Bäckereien ganz schön zugenommen. Auch das Internet ist voll von Rezepten um Brötchen- und Dinkelbrot selber zu backen. Kein Wunder, dass sich viele da die Frage stellen: „Sind Dinkelprodukte wirklich gesünder als Weizenprodukte?“

Im Folgenden möchte ich ein paar Gründe nennen, warum es sich durchaus lohnt, öfter mal zum Dinkelmehl zu greifen.

Dinkel ist voll im Trend

Dinkel ist derzeit einfach „in“. Das merkt man nicht nur an den vielen Rezepten mit Dinkelmehl, die auf beliebten Internet-Plattformen kursieren, sondern auch, wenn man durch die Stadt läuft und an Bio-Backstuben vorbeikommt. Dabei ist Dinkel alles andere als neu. Er ist im Gegenteil ein Getreide mit langer Tradition, das als sehr bekömmlich gilt und dem Körper wichtige Nährstoffe liefert. Dinkel enthält mehr Eiweiß, Magnesium, Zink und Eisen als Weizen.

Ein Urgetreide mit Geschichte

Bevor Dinkel im 20. Jahrhundert vom Weizen verdrängt wurde, war er die wichtigste Getreideart. Schon Hildegard von Bingen bezeichnete den Dinkel als „bestes Getreidekorn“. Einst erklärte sie dazu: „Wer Dinkel isst, bildet gutes Fleisch. Dinkel führt zu einem rechten Blut, gibt ein aufgelockertes Gemüt und die Gabe des Frohsinns.“

Dass Weizen das so begehrte Getreide ablöste, liegt hauptsächlich daran, dass ersterer leichter anzubauen ist und größere Erträge bringt. Zudem lässt sich Weizen als „Nacktgetreide“ auch noch leichter verarbeiten, während beim Dinkel als „Spelzgetreide“ erst die Körner aus der Hülle entfernt werden müssen. Unter anderem auch ein Grund für einen deutlich teureren Kilopreis als im Vergleich zum Weizen.

Doch da in den letzten Jahren gesunde Ernährung einen immer höheren Stellenwert eingenommen hat, steht der Dinkel dieser Tage wieder hoch im Kurs.

Welche Vorteile bietet es ein Dinkelbrot selber zu backen?

Zunächst einmal mögen die meisten Menschen den guten nussigen Geschmack von Dinkel. Er passt sowohl zu herzhaftem Brot und Brötchen als auch zu süßen Backwaren wie Kuchen und Keksen. Zudem kann Gebäck aus Dinkelmehl, je nach Vorliebe, feinporig oder auch kernig hergestellt werden. Was die Nährstoffe angeht, kann Dinkel ebenfalls punkten. Er enthält viel pflanzliches Eiweiß, Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe und ungesättigte Fettsäuren. Sogar zu einem jugendlichen Aussehen kann Dinkel beitragen, denn in dem Getreide ist Silizium, auch bekannt als Kieselerde, enthalten. Diese ist bekannt dafür, dass sie für ein festes und elastisches Gewebe sorgt, was Haut, Haaren und Nägeln zugutekommt.

Ist Dinkel bekömmlicher als Weizen?

In unserer Gesellschaft gibt es mittlerweile zahlreiche Menschen, die unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten leiden. Begriffe wie Reizdarm, Weizen- oder Glutenunverträglichkeit usw. tauchen immer häufiger auf. Es ist also nicht verwunderlich, dass immer mehr auf der Suche nach verträglicheren Lebensmitteln sind.

Tatsächlich gilt Dinkel als verträglicher als Weizen. Das liegt wohl unter anderem auch daran, dass er durch seine Spelzhülle besser vor Schadstoffen aus der Umwelt geschützt ist als der Weizen. So wurde bei Messungen nach der Tschernobyl-Katastrophe beispielsweise festgestellt, dass Dinkel im Gegensatz zu Weizen kaum radioaktiv belastet war. Dieser Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen kommt natürlich auch dem Verbraucher zugute.

Durch seinen hohen Anteil an Ballaststoffen und ungesättigten Fettsäuren ist Dinkel auch sehr gut verdaulich und sollte bei Verdauungsproblemen bevorzugt werden.

Wie gut eignet sich Dinkel für Menschen mit Reizdarm?

Menschen mit Reizdarm leiden häufig unter einer Unverträglichkeit kurzkettiger Kohlenhydratverbindungen, den sogenannten FODMAPs. Diese sind in vielen Lebensmitteln wie z. B. Milch, Getreide, Obstsorten und Hülsenfrüchten enthalten. FODMAP kommen auch in Urgetreidearten wie Dinkel vor, sogar in noch höherer Konzentration als in Weizen, aber dennoch sind sie für Menschen mit einer solchen Unverträglichkeit besser geeignet.

Forscher fanden heraus, dass dies daran liegt, dass vor allem die Art der Teigzubereitung ausschlaggebend für den FODMAP-Anteil ist. Nach ca. viereinhalb Stunden sind selbst in Brotweizen nur noch 10 % dieser Inhaltsstoffe nachweisbar. Da Produkte aus Urgetreide in der Regel langsamer und traditioneller hergestellt werden, sind die Inhaltsstoffe, die Beschwerden verursachen können, bis zum Backvorgang also oft bereits abgebaut.

Fazit

Dinkel ist also nicht nur geschmacklich ein echtes Highlight, sondern kann auch mit vielen wertvollen Inhaltstoffen und einer besseren Verträglichkeit überzeugen.

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5 Bewertungen
  • Angelika

    Es war ein toller Kurs. Heidi und Thomas ihr seid ein tolles Team. Die Tipps und „Tricks“ eines erfahrenen Bäckermeisters und einer erfahrenen Hobbybäckerin sind klasse und lassen sich in der Praxis gut umsetzen und das Backen mit Dinkel funktioniert nun auch zu Hause sehr gut.
    Danke für eure Geduld alle Fragen zu beantworten und dass Thomas uns einen Einblick in die Arbeit eines Profibäckers und seiner Backstube gab.
    Die Verpflegung von euch beiden war wieder super lecker .

  • Jessi

    Nach vielen Jahren Lesen und Ausprobieren sollte dieser Kurs meine Backfähigkeiten auf ein neues Level heben! Und ich kann nur sagen: das hat funktioniert! Heidi und Thomas haben uns tiefe Einblicke in die Welt ihres Hobbies und Berufes erlaubt und ich habe wahnsinnig viel Input mitgenommen! Die Rezepte sind alltagstauglich und die erlernten Fähigkeiten lassen sich leicht auf andere Rezepte übertragen. Meine Backwelt hat viel neue Inspiration erfahren! Vielen herzlichen Dank Euch zwei! Ihr seid ein super Team!

  • Maike

    Vielen Dank Thomas und Heidi für diesen super tollen Kurs! Es war sehr lehrreich: das Fachwissen von Thomas als Profi und Heidis Tipps und Kniffe aus Hobbybäckersicht haben sich wunderbar ergänzt. Die Back-Ergebnisse waren vom Geschmack und der Haltbarkeit super. Das Dinkel-Mischbrot war auch am fünften Tag immer noch saftig. Dank Euch werde ich mich jetzt auf weitere Brotrezepte mit Dinkel stürzen. Sehr empfehlenswert!

  • Conni

    Ich kann diesen Kurs nur empfehlen. In einer schönen Backstube gemeinsam zu backen und zu essen ist immer toll, Aber hier habe ich auch noch eine Menge neues gelernt, obwohl ich bereits seit 20 Jahren Brot selber backe. Mir hat insbesondere gefallen, dass als Kursleiter sowohl eine Hobbybäckerin als auch ein Berufsbäcker da waren.

    Vielen Dank an Thomas und Heidi

  • Katrin D.

    “Schwer zu händeln”, “backt trocken”, “Dinkel ist ‘ne Diva”, … Alles Gründe, warum ich beim Dinkel trotz jahrelanger Backerfahrung etwas zurückhaltend war. Nun weiß ich: alles falsch, wenn man es richtig macht!
    Und wie man es richtig macht, kann man in diesem Kurs lernen. Die Backergebnisse aus dem Kurs sind wahnsinnig lecker und nicht ansatzweise trocken!

    Heidi und Thomas sind ein tolles Dozententeam und wurden nicht müde, unsere Fragen zu beantworten. Besonders das Zusammenspiel Hobbybäcker/Profi hat mir sehr gut gefallen. Thomas gab geduldig Einblicke in die Welt der Profibäcker, die ich so noch nicht kannte. Neben dem “offiziellen Kursprogramm” habe ich viele Tipps notiert und freue mich schon auf die Umsetzung.

    Ich habe viel gelernt und Spaß macht das Ganze auch noch 🙂 ! Vielen Dank euch beiden, Heidi und Thomas, für diesen hervorragenden Kurs!

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